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Vier neue FWF-Emerging Fields mit Beteiligung der Universität Wien
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international
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Vier neue FWF-Emerging Fields mit Beteiligung der Universität Wien

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09.03.2026

Pressemeldung | Forschung

Förderungen für die Bereiche Kognitionsbiologie, Genregulation, Nanoplastik und Mathematik

unsplash

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Die Universität Wien ist an vier von insgesamt sechs neuen Emerging-Fields-Konsortien des FWF beteiligt: Forscher*innen an der Fakultät für Lebenswissenschaften, der Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astrophysik, der Max Perutz Labs und der Fakultät für Mathematik sowie der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaften sind in den jeweiligen Konsortien vertreten.

An vier von insgesamt sechs neuen Emerging-Fields-Konsortien des FWF ist die Universität Wien beteiligt, die Technische Universität Wien an drei und die Veterinärmedizinische Universität Wien an zwei Konsortien. Jeweils eine Beteiligung übernehmen die BOKU University, das IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, das IMP – Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie, das Institute of Science and Technology Austria (ISTA), die Kunstuniversität Linz, die Medizinische Universität Wien (Max Perutz Labs gemeinsam mit der Universität Wien), die St. Anna Kinderkrebsforschung sowie die Universität Innsbruck. In jedem Konsortium arbeiten Teams von bis zu 30 Wissenschaftler:innen über einen Zeitraum von fünf Jahren zusammen.

Wie Körper und Umwelt Erfindungen hervorbringen – von Tieren zu Robotern. FWF-Fördervolumen: 5,1 Millionen Euro

Woher kommt Erfindergeist? Er ist keine rein menschliche Eigenschaft, sondern findet sich auch im Tierreich. Im Emerging Field „Comparative Ecological Innovation Styles“ untersuchen die beteiligten Forschenden, wie unterschiedliche Körperbauten, ökologische Nischen und kognitive Fähigkeiten die Entstehung neuer Verhaltensweisen prägen. Anstatt nur erfolgreiche Problemlösungen zu vergleichen, analysiert das Team detaillierte Aneignungs-, Lern- und Entwicklungsverläufe bei einigen der innovativsten Tiere: Papageien, Rabenvögel und Menschenaffen. So wird ein prozessbasiertes Verständnis geschaffen, wie Innovation entsteht, welche Rolle motorische Fähigkeiten und Umweltbedingungen spielen und warum sich erfinderische Strategien zwischen Arten unterscheiden. Diese Erkenntnisse sollen nicht nur unser Bild von tierischer Intelligenz erweitern, sondern auch dazu beitragen, Robotersysteme zu entwickeln, die flexibler und anpassungsfähiger handeln.

FWF/Der Knopfdruecker

Konsortiumsmitglieder und Forschungsstätten (v. l. n. r.):

Barbara Klump (Universität Wien)

Christoph Völter (Universität Wien)

Alice Auersperg (Koordination, Veterinärmedizinische Universität Wien)

Mark Christopher O’Hara (Universität Wien)

Justus Piater (Universität Innsbruck)

Die Grundlagen für neue Therapien gegen Kinderkrebs erforschen. FWF-Fördervolumen: 6 Millionen Euro

Trotz bedeutender Fortschritte in der Krebsbehandlung stehen viele krebskranke Kinder weiterhin vor begrenzten Therapieoptionen, Therapieresistenz oder leiden an schweren Nebenwirkungen. Neue Ansätze sind dringend erforderlich. Das Emerging Field erforscht eine bisher vernachlässigte Ebene der Genregulation: die Steuerung der Proteinproduktion aus RNA in Zellen. Dieser Prozess wird von molekularen Maschinen durchgeführt, die man Ribosomen nennt. Lange Zeit galten Ribosomen als einfache Fabriken, heute sind sie jedoch als wichtige Regulatoren der Proteinsynthese bekannt, die das Zellverhalten im gesunden wie im kranken Zustand prägen. Durch die Untersuchung der Ribosomenfunktion bei pädiatrischen Krebserkrankungen versucht das Forschungsteam einen verborgenen „Ribosomencode“ zu entschlüsseln, den Krebszellen für ihr Wachstum und die Entstehung von Therapieresistenzen nutzen. Die Entschlüsselung dieses Systems könnte unser Verständnis der Proteinproduktion grundlegend verändern und neue Wege zu sichereren und wirksameren Therapien für krebskranke Kinder eröffnen.

FWF/Der Knopfdruecker

Konsortiumsmitglieder und Forschungsstätten (v. l. n. r.):

Davide Seruggia (St. Anna Kinderkrebsforschung)

Sebastian Falk (Universität Wien)

Marco Hein (Max Perutz Labs, Medizinische Universität Wien)

Gülsün Elif Karagöz (Koordination, Max Perutz Labs, Medizinische Universität Wien)

Florian Grebien (Veterinärmedizinische Universität Wien)

Eleni Marina Tomazou (St. Anna Kinderkrebsforschung)

Dem Plastikstaub auf der Spur. FWF-Fördervolumen: 4,8 Millionen Euro

Mehr als zwei Drittel aller Menschen leben in Küstennähe. Während der Ozean lange als Senke für Plastikverschmutzung galt, schleudern brechende Wellen Meeresgischt in die Luft, wodurch Plastik in die Atmosphäre gelangen kann. Das Emerging Field „Marine Micro/Nanoplastics: Emission, Fate and Health Impacts“ stellt drei grundlegende Fragen: Wie viel Plastik setzen Wellen in die Atmosphäre frei, wohin wird es transportiert, und welche Risiken entstehen für Menschen? Indem das Forschungsteam Ozeanprozesse ins Labor bringt und Emissionsexperimente mit Transportmodellierung und Gesundheitsstudien verknüpft, wird das Projekt erstmals Emission, Transport und Gesundheitseffekte in einem konsistenten Rahmen zusammenführen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden das Verständnis globaler Plastikpfade und menschlicher Exposition grundlegend verändern und die Grundlage für zukünftige Luftqualitätsvorhersagen schaffen.

FWF/Der Knopfdruecker

Konsortiumsmitglieder und Forschungsstätten (v. l. n. r.):

Andreas Stohl (Universität Wien)

Lea Ann Dailey (Universität Wien)

Markus Holzner (Koordination, BOKU University)

Alfredo Soldati (Technische Universität Wien)

Bernadette Rosati (BOKU University)

Die Axiome der Mathematik enthüllen. FWF-Fördervolumen: 7 Millionen Euro

„Uncovering the Axioms of Mathematics“ ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das Mathematik, Informatik und Philosophie vereint, um eine der grundlegendsten Fragen der Wissenschaft zu beantworten: Wie sollten die Regeln der Mathematik lauten? Bereits vor 100 Jahren ging der Wiener Kreis – eine Gruppe führender Intellektueller aus Philosophie und Naturwissenschaften – dieser Frage nach. Ihre Arbeit gipfelte in Gödels Unvollständigkeitssätzen, einer der bedeutendsten Errungenschaften in den Grundlagen der Wissenschaft. Diese Sätze zeigen auf, dass es Fragen gibt, die mit den bekannten Regeln der Mathematik nicht beantwortet werden können. In diesem Emerging Field betrachten die Forschenden das Phänomen der Unvollständigkeit aus einer modernen Perspektive unter Berücksichtigung moderner Entwicklungen wie Computern und KI. Ziel ist die Enthüllung der Axiome der Mathematik.

FWF/Der Knopfdruecker

Konsortiumsmitglieder und Forschungsstätten (v. l. n. r.):

Laura Kovacs (Technische Universität Wien)

Michael Pinsker (Technische Universität Wien)

Juan P. Aguilera (Koordination, Technische Universität Wien)

Sandra Müller (Technische Universität Wien)

Vera Fischer (Universität Wien)

Georg Schiemer (Universität Wien)

Theresa Bittermann

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