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2026-03-23Dissertation
(Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) Piemontese, Emanuele; Seitz, Oliver; Wahl, Markus; Fiedler, Dorothea
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Die C-terminale Domäne (CTD) der RNA-Polymerase II ist ein zentraler Transkriptionsregulator, gesteuert durch dynamische posttranslationale Modifikationen (PTMs) einer 52-fach wiederholten Heptad-Sequenz (-YSPTSPS-). Phosphorylierung ist die primäre Modifikation, doch das Verständnis der Interaktion zwischen Modifikationen bleibt lückenhaft. Dies liegt primär am schwierigen Zugang zu präzise modifizierter CTD, was die Validierung phosphospezifischer Antikörper einschränkt. Diese Arbeit entwickelt eine Plattform basierend auf der chemischen Synthese von Phosphopeptiden, um den Einfluss von CTD-Multiphosphorylierung auf die Antikörpererkennung systematisch zu untersuchen. Eine robuste Strategie zur Synthese diverser, langer multiphosphorylierter Peptide wurde durch Optimierung der Festphasenpeptidsynthese (SPPS) etabliert. Ein Protokoll für die parallele, HPLC-freie Aufreinigung von Sonden und deren ELISA-Immobilisierung wurde eingeführt. Eine Bibliothek CTD-ähnlicher Peptide mit bis zu 6 Phosphorylierungen und 12 Heptaden wurde mittels SPPS und chemischer Ligation (NCL) erstellt. Die Evaluierung von über 60 Sonden gegen drei monoklonale Anti-pS2-Antikörper zeigte signifikante Bindungsvariabilität. „Bystander“-Phosphorylierungen nahe dem pS2-Epitop zeigten komplexe Effekte und verstärkten oder reduzierten die Erkennung positionsabhängig. Entgegen der Hypothese, dass Multivalenz die Bindung via Chelatisierung verstärkt, wurde keine Brückenbindung festgestellt. Dies deutet darauf hin, dass die intrinsische CTD-Flexibilität kooperative Bindung limitiert. Zudem führten Epitop-Cluster und Modifikationsvariationen zu unterschiedlichem Verhalten äquivalenter Antikörper. Diese Arbeit zeigt das unvorhersehbare, durch Multiphosphorylierung beeinflusste Bindungsverhalten phosphospezifischer Antikörper und betont den Bedarf umfassender Charakterisierungen. Eine zuverlässige Plattform aus chemischer Synthese und Bindungsassays wird hierfür bereitgestellt.
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2026-03-20Dissertation
Aristotle's Conception of Fire
(Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät) Paparazzo, Emiliano; Sassi, Maria Michela; Lo Presti, Roberto
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Die Dissertation untersucht die verschiedenen Konzeptionen von Feuer im physikalischen Corpus des Aristoteles. Das erste Kapitel befasst sich mit dem Feuer als einfachem Körper, insbesondere in De caelo und De generatione et corruptione. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Verhältnis des Feuers zu den anderen Elementen. In DC besitzt das Feuer aufgrund seiner formhafteren Natur eine ontologische Vorrangstellung gegenüber den übrigen sublunaren Elementen aufgrund seiner Leichtigkeit, Aufwärtsbewegung und Ausrichtung auf das Äußerste der sublunaren Region als seinen natürlichen Ort. In GC hingegen wird es zumindest im Hinblick auf sein Werden und Vergehen auf dieselbe Stufe wie die anderen Elemente gestellt. Das zweite Kapitel ist der Behandlung des Feuers in den Meteorologica I–III gewidmet, wo Naturphänomene der sublunaren Welt untersucht werden. Hier finden sich drei unterschiedliche Auffassungen des Feuers: als Element; als heiße, trockene Ausdünstung; als Verbrennungsprozess. Es wird argumentiert, dass diese Auffassungen nicht miteinander in Konflikt stehen, sondern kohärent innerhalb desselben theoretischen Rahmens koexistieren. Im wahrnehmbaren Kosmos ist das elementare Feuer nur potentiell vorhanden, nämlich in zusammengesetzten Körpern; die trockene Ausdünstung stellt die phänomenale Erscheinungsweise des elementaren Feuers dar; die Flamme sowie die Verbrennung im Allgemeinen sind Prozesse und keine Körper. Das dritte Kapitel behandelt das Feuer in den biologischen Schriften des Aristoteles. Es analysiert und diskutiert das Verhältnis zwischen Feuer und Lebenswärme, insbesondere im Hinblick auf jene physiologischen Prozesse, die auf Feueranalogien beruhen, wie etwa die pepsis (ebenfalls in Meteor. IV erörtert) sowie das Entzünden, Wachstum und Erlöschen der Lebenswärme in Lebewesen. Die formale Natur des Feuers tritt hier, wie in DC, erneut hervor, wird jedoch diesmal vor allem mit seiner Wärmewirkung verknüpft.
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2026-03-20Kumulative Dissertation
The Power of Not Knowing: On Ignorance, Inequity, and Transparency
(Lebenswissenschaftliche Fakultät) Offer, Konstantin; Hertwig, Ralph; Pauen, Michael; Brown, Gordon
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Macht und Wissen sind eng miteinander verbunden, doch oft entscheiden sich Menschen für gewolltes Nichtwissen. Unwissenheit ist keine Anomalie menschlichen Verhaltens, sondern kann als Mittel zur Macht dienen. Diese Dissertation untersucht die Macht des Nichtwissens und beleuchtet Verbreitung, Prädiktoren und Folgen von Informationsvermeidung anhand von fünf Manuskripten mit empirischen, konzeptionellen und theoretischen Beiträgen. Empirisch zeigt eine systematische Übersicht und Metaanalyse von 92 Studien und sechs Teilnehmerdatensätzen (564.497 Personen aus 25 Ländern), dass fast ein Drittel der Teilnehmenden Informationen vermied oder vermeiden würde. Wichtige Prädiktoren waren Informationsüberflutung (r = 0,26), wahrgenommene Stigmatisierung (r = 0,36), geringe Selbstwirksamkeit (r = 0,28) und Misstrauen gegenüber dem Gesundheitssystem (r = 0,25). Konzeptionell kritisiert die Arbeit Foucaults Macht-Wissen-Verbindung und schlägt vor, Macht, Wissen und Unwissenheit als Dreifaltigkeit zu verstehen. Während Macht oft aus Wissen entsteht, kann sie auch in Unwissenheit liegen. Theoretisch entwickelt sie einen Rahmen zur Untersuchung, wie Transparenz die Wahrscheinlichkeit gerechter Ergebnisse beeinflusst. Dieser legt nahe, dass einige Individuen Ungleichheiten ignorieren und in intransparenten Umgebungen eigennützig handeln, aber gerechte Entscheidungen treffen, wenn Transparenz Unwissenheit unhaltbar macht. So trägt die Arbeit zur Erklärung bei, warum Transparenzrichtlinien in mindestens 21 OECD-Ländern Ungleichheiten verringern können, und liefert wertvolle Erkenntnisse für Politik und Wissenschaft. Insgesamt zeigen die Manuskripte, dass gewolltes Nichtwissen weder irrational noch maladaptiv, sondern ein soziales Phänomen mit weitreichenden Folgen ist. Durch die Analyse von Ignoranz in Machtverhältnissen und Ungleichheiten trägt die Dissertation zu einem besseren Verständnis bei, wie Unwissenheit individuelles Verhalten, Institutionen und soziale Ordnung prägt.
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2026-03-20Habilitation
The Economics of Technological Change and Decoupling
(Lebenswissenschaftliche Fakultät) Lange, Steffen; Eisenack, Klaus; Foxon, Timothy J.; Hilty, Lorenz M.
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Dieses Habilitationsprojekt untersucht die komplexe Beziehung zwischen (digitalem) technologischen Wandel und einer ausreichenden absoluten Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltauswirkungen. Das Habilitationsprojekt umfasst elf begutachtete Zeitschriftenartikel, die in disziplinären und interdisziplinären Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Das Projekt leistet zwei wesentliche Beiträge. Der erste Beitrag besteht in einem besseren Verständnis der Beziehung zwischen dem Rebound-Phänomen und Wirtschaftswachstum. Es wird eine neue Rebound-Typologie dargelegt. Aufbauend auf dieser Typologie wird der Zusammenhang zwischen Rebound-Mechanismen und Wirtschaftswachstum untersucht und das Konzept des „growth rebound effect“ entwickelt. Plurale theoretische und empirische Untersuchungen zeigen, dass die meisten Rebound-Mechanismen mit Wirtschaftswachstum einhergehen und dass das Ausmaß des „growth rebound effect“ davon abhängt, welches ökonomische Paradigma zugrunde gelegt wird. Eine wichtige Schlussfolgerung aus dieser Analyse ist, dass politische Maßnahmen, die das Rebound-Phänomen verhindern, wahrscheinlich auch das Wirtschaftswachstum verringern. Der zweite zentrale Beitrag ist das Verständnis der Beziehung zwischen Digitalisierung und Entkopplung. Um diese Beziehung zu untersuchen, wird ein formaler ökonomischer Rahmen entwickelt, der aus vier Effekte umfasst: direkte Effekte, Energieeffizienzsteigerungen, sektorale Veränderungen und Wirtschaftswachstum. Empirisch hat die Digitalisierung bisher weder den Energieverbrauch noch die Treibhausgasemissionen substantiell reduziert. Zusätzlich wird das Konzept des Induktionseffekts eingeführt, um die Beziehung zwischen Digitalisierung und Entkopplung vertieft erklären zu können. Auf der Grundlage dieser beiden Beiträge wird der Schluss gezogen, dass technologische Effizienzgewinne – ob digital oder nicht – voraussichtlich nicht ausreichen werden, um eine hinreichende absolute Entkopplung zu erreichen. Im Gegenteil, politische Maßnahmen, die zu einer ausreichenden Reduzierung der Treibhausgasemissionen führen würden, würden das Wirtschaftswachstum verringern und zur Einleitung einer Postwachstumsökonomie beitragen.
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2026-03-19Dissertation
Sulla morfologia del congiuntivo italo-romanzo
(Sprach- und literaturwissenschaftliche Fakultät) Ziano, Carlo; Loporcaro, Michele; Waltereit, Richard
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Im protoitaloromanischen Paradigma eines Verbs wie cantare ‘singen’ bestand im Präsens ein Gegensatz zwischen cant- in der 1. und 2. Person Plural und cànt- in den übrigen Formen; im Imperfekt zeigte sich eine ähnliche Opposition zwischen canta- in der 1. und 2. Person Plural und cantà- in den übrigen Formen.Wie verhalten sich die italo-romanischen Varietäten gegenüber diesen Partitionsklassen? Einige, etwa die laziale Varietät von Ascrea, bewahren sie vollständig. Andere, wie das lombardische Como, beseitigen sie vollständig. Ein Großteil meiner Dissertation untersucht die Mechanismen dieses Abbaus. Der Ausgleich verläuft unterschiedlich im Präsens und im Imperfekt. Im Dialekt von Como lässt sich der Präsensausgleich dank arealer Vergleiche und historischer Dokumentation in fünf Stufen rekonstruieren. Er beginnt bei unregelmäßigen Verben mit distinktivem Allomorph im Konjunktiv; was dort geschieht, wird später im Indikativ übernommen. Zunächst wird die 1. Person Plural erfasst, danach die 2., nicht beide zugleich. Der Ausgleich im Imperfekt setzt hingegen beim sogenannten perfetto debole an, das die Akzentposition bereits vor dem Übergang vom Lateinischen zum Romanischen nivelliert hatte. Das im Perfekt entstandene Muster wird zunächst im Imperfektkonjunktiv und anschließend im Imperfektindikativ übernommen. Die Richtung dieses Wandels lässt sich über Frequenzeffekte erklären. Insgesamt zeigt sich, dass der Ausgleich im italo-romanischen Verbparadigma nicht auf einer universellen Präferenz für Uniformität beruht, sondern wesentlich proportional organisiert ist.
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